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Klinische Beschreibung der rheumatoiden Arthritis
Das klinische Bild der rheumatoiden Arthritis variiert stark zwischen
den einzelnen Patienten und zeigt auch innerhalb desselben Patienten im
Verlauf starke Schwankungen. |
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Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es nach Jahren, bei schweren
Formen bereits nach Monaten, durch die am Anfang von der Gelenkinnenhaut
(= Synovia) ausgehenden Gelenkentzündung zu einer fortschreitenden
Zerstörung des Gelenkknorpels und Knochens (siehe Abbildung 1) und
des umgebenden Sehnen- und Bandapparates. Durch diese zerstörerischen
Vorgänge kommt es im Verlauf zu zunehmenden Deformierungen der betroffenen
Gelenkregionen (siehe Abbildung 2). |
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Neben den Gelenken sind bei der rheumatoiden Arthritis auch typischerweise die Sehnenscheiden - vor allem an Füssen und Händen- und auch Schleimbeutel durch die Entzündung betroffen. Zusätzlich können vor allem bei schwereren Verlaufsformen auch andere Organe wie Haut, Augen, Lunge, Herz, Gefässe, Magen-Darm-Trakt, Nieren und Nervensystem betroffen sein. Im folgenden werde ich die Gelenkverteilung, spezifische Probleme einzelner Gelenke und die mögliche Beteiligung anderer Organe besprechen. |
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| Bei der klassischen Form der rheumatoiden Arthritis
sind die Gelenke meistens symmetrisch auf beiden Körperseiten gleich
betroffen. Zu Beginn der Erkrankung oder bei milden Verläufen können
jedoch einzelne Gelenkregionen asymmetrisch betroffen sein. In der Tabelle 1 ist eine Übersicht über die Gelenke, die bei der rheumatoiden Arthritis zu Krankheitsbeginn und insgesamt im späteren Verlauf häufig betroffen sind, wiedergegeben. |
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| Lokalisation | der betroffenen Gelenke bei Krankheitsbeginn |
der betroffenen Gelenke im Verlauf |
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| Verlauf | rechts | links | beidseits | ||
| Fingergrundgelenke | 65% | 58% | 52% | 87% | |
| Handgelenke | 60% | 57% | 48% | 82% | |
| Fingermittelgelenke | 63% | 53% | 45% | 63% | |
| Zehengrundgelenke | 48% | 47% | 43% | 48% | |
| Schultergelenke | 37% | 42% | 30% | 47% | |
| Kniegelenke | 35% | 30% | 24% | 56% | |
| Sprungelenke | 25% | 23% | 18% | 53% | |
| Ellbogen | 20% | 15% | 14% | 21% | |
| Hand- und Fingergelenke Die Handgelenke, inklusive Mittelhand, Fingergrund- und Mittelgelenke, sind bei praktisch allen Patienten mit rheumatoider Arthritis im Verlauf der Erkrankung betroffen. Die Fingerendgelenke sind im Gegensatz zur Fingerarthrose jedoch praktisch nie involviert. Zusätzlich sind häufig die Sehnenscheiden der Fingerstrecker, weniger der Fingerbeuger, in das entzündliche Geschehen miteinbezogen. Der Mediannerv kann durch die Handgelenkentzündung meist schon früh im Krankheitsverlauf druckbedingt durch das entzündliche Gewebe der Gelenkhaut geschädigt werden. Die Schädigung der Nerven zeigt sich in Gefühlsstörungen (zum Beispiel Ameisenlaufen) im Daumen, Zeig- und Mittelfinger sowie auch durch eine Muskelschwäche der Daumenballenmuskulatur. |
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Typische Fehlformen der Hand und Finger, bedingt durch die zunehmende Gelenkzerstörung, sind eine Abweichung der Hand gegen den Kleinfinger (siehe Abbildung 2) sowie Knopfloch- oder Schwanenhalsdeformitäten der Finger (siehe Abbildung 3).
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Schultergelenk
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| Haut In zirka 50 Prozent der Erkrankten treten im Verlauf Rheumaknoten (Entzündungsgewebe in der Unterhaut oder um Sehnen) auf. Diese sind vor allem an der Vorderarmrückseite (siehe Abbildung 4), im Bereich der Achillessehnen, an der Unterschenkelvorderseite oder an der Fingerstreckseite anzutreffen. Methotrexat, eines der wirksamsten Medikamente bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis, kann selten eine Zunahme dieser Knoten bewirken. |
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Augen
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